„Vatileaks“-Kommission kündigt „Überraschungen“ an

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In der Affäre rund um die Weitergabe vertraulicher Dokumente aus dem Vatikan („Vatileaks“) hat der Chef der Untersuchungskommission, der spanische Kardinal Julian Herranz, Neuigkeiten angekündigt. „Es wird bald einige Überraschungen geben“, sagte er heute der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Die Untersuchung verlaufe „schnell und gewissenhaft“. Um welche Neuigkeiten es sich handeln könnte, deutete Herranz zunächst nicht an.

In den vergangenen Monaten waren immer wieder interne Dokumente aus dem Vatikan an italienische Medien weitergegeben worden, in denen es unter anderem um Korruption, Geldwäsche und Kindesmissbrauch ging. Papst Benedikt XVI. beauftragte daraufhin Herranz und zwei weitere Kardinäle, den Slowaken Jozef Tomko und den Italiener Salvatore De Giorgi, die Vorfälle zu untersuchen. Am 23. Mai wurde in der Affäre der Kammerdiener des Papsts, Paolo Gabriele, festgenommen.