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Aus nach fast sechs Jahren Ehe

In Hollywood ist die nächste Promi-Ehe am Ende: Die Schauspieler Tom Cruise und Katie Holmes lassen sich nach fast sechs Ehejahren scheiden. Schuld ist angeblich Cruises umstrittene Begeisterung für Scientology.

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„Kate hat die Scheidung eingereicht, und Tom ist zutiefst traurig und konzentriert sich auf seine drei Kinder“, bestätigte Cruises Sprecherin Amanda Lundberg am Freitag (Ortszeit). Zuvor hatte Holmes’ Anwalt Jonathan Wolfe dem Magazin „People“ gesagt, es handele sich um eine „Privatangelegenheit von Katie und ihrer Familie“. Die Sorge seiner Mandantin gelte dabei vor allem dem Wohl der sechsjährigen gemeinsamen Tochter Suri.

Katie Holmes mit ihrer Tochter Suri

picturedesk.com/Zuma/Sharkpixs

Holmes fürchtet angeblich, dass ihre sechsjährige Tochter von Cruise „tief“ in Scientology reingezogen wird.

Laut einem Bericht der US-Klatschwebsite TMZ.com reichte Holmes die Scheidung hauptsächlich aus Sorge um ihre Tochter ein. Das Kind sei nun in einem Alter, in dem die Scientology-Organisation ein wichtiger Teil seines Lebens werde. Das wolle Holmes verhindern. Sie habe die Sorge, dass Cruise das Mädchen „tief in die Kirche hineinziehen“ könne, hieß es in dem Bericht.

Holmes will alleiniges Sorgerecht

TMZ.com zufolge hatte Holmes bereits am Donnerstag vor einem New Yorker Gericht den Scheidungsantrag gestellt, mit den üblichen „unüberbrückbaren Differenzen“ als Grund. Holmes fordert demnach das alleinige Sorgerecht für Suri.

Für die aus Ohio stammende Holmes war es die erste Ehe. Cruise war zuvor bereits mit der US-Schauspielerin Mimi Rogers, ebenfalls eine glühende Scientology-Anhängerin, und mit der australischen Schauspielerin Nicole Kidman verheiratet. In ihrer elfjährigen Ehe adoptierten Cruise und Kidman zwei Kinder, die heute 19 und 17 Jahre alt sind. Die beiden Hollywood-Stars trennten sich 2001. Nach einer dreijährigen Beziehung zu Hollywood-Star Penelope Cruz lernte Cruise 2005 die Schauspielerin Holmes kennen.

Negativschlagzeilen durch Scientology

Cruise galt lange Zeit als einer der einflussreichsten und bestbezahlten Schauspieler Hollywoods. Die meisten Filme, in denen er mitspielte, wurden zu Kassenschlagern, so etwa „Top Gun“, „Mission Impossible“ und „Eyes Wide Shut“. Doch mit seiner Mitgliedschaft bei Scientology sorgte er auch immer wieder für Negativschlagzeilen. Seit seiner Beziehung zu Holmes warb er öffentlich zunehmend aggressiver für die Gruppierung.

Katie Holmes und Tom Cruise

APA/EPA/EFE/Jose Manuel Vidal

Die gemeinsamen Auftritte des Paares waren in letzter Zeit selten geworden

Kurz vor der Geburt von Suri im April 2006 gab Cruise im Fernsehen Holmes’ Beitritt zu Scientology bekannt. Laut TMZ.com soll die Schauspielerin jedoch nie ein vollwertiges Mitglied der in mehreren Ländern als Sekte eingestuften Organisation gewesen sein.

Gerüchteküche brodelte schon länger

Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Trennungsgerüchte. Das von der Klatschpresse „TomKat“ genannte Paar war seit Monaten nicht mehr gemeinsam gesehen worden. Holmes’ Anwalt Wolfe sagte der „Los Angeles Times“, er werde die Schauspielerin im Scheidungsprozess vertreten. Dazu, ob dieser bereits begonnen hat, äußerte er sich nicht. Medienberichten zufolge soll das Paar einen Ehevertrag abgeschlossen haben, wonach Holmes bei einer Scheidung drei Millionen Dollar für jedes Ehejahr und eine Villa in Kalifornien bekommen soll.

Katie Holmes und Tom Cruise

Reuters/Robert Evans

2006 feierte das Promipaar seine Hochzeit in einem Renaissance-Schloss in dem italienischen Ort Bracciano

In Hollywood gab es in jüngster Zeit etliche Trennungen. Erst vor eineinhalb Wochen hatten der Schauspieler Johnny Depp und die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis nach 14 Jahren Beziehung ihre Trennung bekanntgegeben. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, hatte aber nie geheiratet. Anfang des Jahres war bekanntgeworden, dass sich das in den USA lebende deutsche Model Heidi Klum nach sieben Jahren Ehe von dem britischen Sänger Seal scheiden lässt.

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