Vatikan wollte offenbar Vaterschaftstest von Bischof

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In der Affäre um den Landesverweis für den pensionierten Laibacher Erzbischof Alojz Uran gerät der Vatikan immer mehr ins schiefe Licht. Wie die Marburger Tageszeitung „Vecer“ (Mittwoch-Ausgabe) berichtet, verlangte die römische Kurie einen Vaterschaftstest von dem Bischof wegen des Vorwurfs, er habe zwei mittlerweile erwachsene Kinder. Uran habe das abgelehnt, zugleich aber entschieden bestritten, den Zölibat jemals gebrochen zu haben. Trotzdem sei er sanktioniert worden.

Laut dem Zeitungsbericht war auch Urans Rücktritt als Laibacher Erzbischof im Jahr 2010 alles andere als freiwillig. Man habe ihn wegen der Vaterschaftsgerüchte zum Amtsverzicht gedrängt. Medienberichten zufolge steht auch schon fest, wo sich das „Exil“ des beliebten Oberhirten befinden soll.

Er soll in eine geistliche Einrichtung im italienischen Triest übersiedeln, berichtete der Fernsehsender RTV Slovenija unter Berufung auf Uran nahestehende Kreise. In Triest würden derzeit noch die letzten Vorbereitungen für die Unterbringung Urans getroffen.