Mindestens 17 Tote bei neuer Gewalt im Irak

Bei Gewalttaten im Irak sind gestern mindestens 17 Menschen getötet worden. In der nördlichen Stadt Kirkuk überfielen Unbekannte eine vierköpfige turkmenische Familie und erstachen sie. Offenbar handelte es sich bei der Ermordung der Eltern und ihrer beiden Töchter um einen Racheakt.

In Kirkuk wurden nach Angaben von Sicherheitsbehörden und Rettungskräften zudem vier Polizisten getötet. Drei Mitglieder der gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida kämpfenden Sahwa-Miliz starben demnach bei der Explosion einer Bombe nahe der Stadt Balad, die ebenfalls im Norden des Irak liegt. Sechs weitere Menschen wurden den Angaben zufolge bei anderen Angriffen im Irak getötet.

Gewalt nimmt wieder zu

In jüngster Zeit hatte die Gewalt in Irak wieder deutlich zugenommen. Der Juli war nach amtlichen Angaben mit 325 Todesopfern der blutigste Monat seit zwei Jahren. Gegenüber den Jahren 2006 und 2007 ging die Gewalt zwar zurück, ist aber nach wie vor präsent. Das Land befindet sich seit einigen Monaten in einer von konfessionellen Spannungen geprägten politischen Dauerkrise.