Todesstrafe gegen Mumbai-Attentäter bestätigt

Knapp vier Jahre nach den Anschlägen von Mumbai hat der Oberste Gerichtshof Indiens die Todesstrafe gegen den einzigen überlebenden Attentäter bestätigt.

„Wir haben keine andere Wahl, als die Todesstrafe zu verhängen“, teilten die beiden Richter heute mit. Mohammed Kasab habe mit einem „Kriegsakt gegen die Regierung“ das „schwerste Verbrechen“ begangen, das es in Indien gebe.

Der 24-jährige Pakistaner war im Mai 2010 unter anderem wegen Mordes, Terrorismus und Kriegsführung gegen Indien zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Im Februar 2011 bestätigte ein Berufungsgericht das Todesurteil. Nun könnte Kasab noch beim indischen Präsidenten Pranab Mukherjee um Gnade bitten.

Der geständige Attentäter sitzt seit den Anschlägen in Haft. Am 26. November 2008 hatten er und neun weitere Islamisten das Luxushotel Taj Mahal, den Bahnhof, ein Touristencafe und ein religiöses Zentrum in Mumbai angegriffen. Drei Tage lang gab es Schießereien mit Sicherheitskräften. 166 Menschen kamen dabei ums Leben. Indien vermutet die pakistanische Rebellenorganisation Lashkar-e Taiba hinter den Anschlägen.