SPÖ: Rudas will „natürlich keine Neuwahlen“

Der Vorstoß des Vorarlberger SPÖ-Chefs Michael Ritsch, die Koalition auf Bundesebene zu beenden und Neuwahlen auszurufen, findet in der Bundespartei keinen Anklang. „Es wird natürlich keine Neuwahlen geben“, versicherte Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas heute auf Anfrage der APA.

Unmittelbarer Anlass für Ritschs Vorschlag war, dass ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf die SPÖ im gleichen Atemzug mit Dieben genannt hatte. Seine Forderung nach einem baldigen Urnengang fand indes auch bei seinen Länderkollegen wenig Unterstützung.

Dass der Vorarlberger Parteichef über die Worte seines Landsmanns wütend geworden sei, verstehe sie, meinte Rudas. Sie schließe sich da der Beurteilung des Vorarlberger Arbeiterkammer-Präsidenten Hubert Hämmerle (ÖVP) an, der Kopfs Aussagen als widerlich bezeichnet hatte. An den Klubchef appellierte die Bundesgeschäftsführerin, zur Sachlichkeit zurückzukehren und Verbalentgleisungen zurückzustellen.