Mindestens 14 Tote bei Attentat in Pakistan

Bei einem Bombenanschlag auf einen Kleinbus im Nordwesten Pakistans sind heute mindestens 14 Menschen getötet worden. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Demnach ereignete sich der Vorfall in der Stadt Jandol nahe dem Swat-Tal, wo Pakistans Armee vor rund zwei Jahren eine Offensive gegen die radikal-islamischen Taliban gestartet hatte.

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Die Bombe sei ferngezündet worden und habe regierungstreue Insassen des Busses zum Ziel gehabt. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die halbautonomen Stammesgebiete in der unzugänglichen Bergregion entlang der Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsgebiet der Taliban.

Vier US-Soldaten in Afghanistan getötet

Bei einem Anschlag im Süden Afghanistans wurden unterdessen nach offiziellen Angaben vier US-Soldaten getötet. Bei den Tätern handele es sich vermutlich um afghanische Polizisten, wie die NATO mitteilte. Während die Allianz keine Angaben zur Nationalität der Opfer machte, erklärten afghanische Behörden, alle Getöteten seien US-Militärangehörige. Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Sabol, in der US-Soldaten stationiert sind.

Angriffe von Attentätern aus den afghanischen Sicherheitskräften hatten zuletzt deutlich zugenommen. Erst am Vortag wurden im südlichen Helmand zwei britische Soldaten von einem afghanischen Polizisten erschossen. In diesem Jahr kamen bei derartigen Übergriffen mehr als 50 ausländische Militärangehörige um.