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Singh fordert höheres Tempo

Der indische Premierminister Manmohan Singh hat vor den Folgen eines Reformstaus für die Wirtschaft seines Landes gewarnt. Die zögerliche Umsetzung notwendiger Reformen könne das Wachstum auf jährlich fünf Prozent drücken und einen Teufelskreis in Gang setzen.

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Die Priorität der Regierung müsse es sein, die Wirtschaft zu stimulieren. Dazu müssten etwa die Rahmenbedingungen für Investitionen verbessert werden. Er werde auch die Fortschritte bei bestimmten Infrastrukturprojekten regelmäßig überprüfen, so Singh.

Weitreichende Marktöffnung geplant

Am Freitag hatte die Regierung angekündigt, den milliardenschweren Einzelhandelssektor, die Luftfahrt und den Medienbereich Indiens für ausländische Investoren zu öffnen. Die Entscheidung hatte sich wegen des Widerstandes der Opposition monatelang hinausgezögert.

Um die Armut im Land zu bekämpfen und neue Arbeitsplätze für die Milliardenbevölkerung zu schaffen, richtet die Regierung ihre Politik eigentlich darauf aus, Wachstumsraten im zweistelligen Bereich zu erwirtschaften. Im ersten Quartal des laufenden Finanzjahres 2012/13 (April bis Juni) wuchs das Bruttoinlandsprodukt aber nur um 5,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war das Wachstum noch bei acht Prozent gelegen.

Laut Weltbank weltweite Nummer zehn

Indien gehört zu den wichtigsten aufstrebenden Ökonomien, den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). Mittlerweile hat das Land laut Zahlen der Weltbank von 2011 den zehnten Platz der weltweit größten Volkswirtschaften erreicht.

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