Pussy-Riot für EU-Menschenrechtspreis nominiert

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Die russische Politpunkband Pussy Riot gehört zu den Nominierten für den vom Europaparlament verliehenen EU-Menschenrechtspreis. Das teilte das Parlament heute in Brüssel mit. Drei Frauen aus der Gruppe waren im August wegen eines Protestgebetes gegen den russischen Präsidenten, Wladimir Putin, zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden.

Die Aktivistinnen wurden jetzt von dem grünen Abgeordneten Werner Schulz und anderen für den „Sacharow-Preis für geistige Freiheit“ nominiert. Der Preis ist nach dem 1989 gestorbenen russischen Atomphysiker und Bürgerrechtler Andrej Sacharow benannt.

Andere Kandidaten sind der Leiter einer Hilfsorganisation für Menschen, die in Pakistan wegen Gotteslästerung verfolgt werden, sowie der Leiter eines oppositionellen Zentrums in Weißrussland. Drei Oppositionspolitiker aus Ruanda sind ebenso wie ein Rechtsanwalt und ein Regisseur aus dem Iran nominiert worden. Über den Preisträger entscheidet das Parlament am 26. Oktober in Straßburg.