Themenüberblick

Die ewigen „Drei-Schluchten-Migranten“

17 Jahre dauerte die Fertigstellung des Dreischluchtendamms, über eine Million Menschen mussten umgesiedelt werden. Das Milliardenprojekt wurde zwar bereits 2006 fertiggestellt, wegen Erdrutschen am Ufer müssen 20.000 der „Drei-Schluchten-Migranten“ aber erneut übersiedeln.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die ständige Veränderung des Wasserspiegels weiche das Erdreich auf, „geologische Unfälle“, wie ein Regierungsbeamter es nannte, hätten um 70 Prozent zugenommen. Weitere 100.000 Menschen könnten in den nächsten fünf Jahren vertrieben werden. Die Stadt Huangtupo, die erst durch die Absiedelungen vor gut zehn Jahren entstand, wird gänzlich aufgegeben. Ihre Bewohner ziehen in die neue Stadt Shennongxi, die ersten Häuser stehen bereits. Proteste gab es bisher keine, auch weil nach den zahlreichen Todesfällen durch eingestürzte Häuser ohnehin niemand in den alten Städten bleiben will.

Häuser am Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

In Huangtupo sind ganze Häuser in sich zusammengebrochen

Häuser am Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

Die eben erst errichtete Stadt ist eine einzige Ruine

Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

Über 45 Milliarden Euro (59 Mrd. US-Dollar) hat der Kraftwerksbau verschlungen

Boot am Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

17 Jahre betrug die Bauzeit für das größte Wasserkraftwerk der Welt

Häuser am Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

Mindestens 48 Tote forderten die Erdrutsche bisher

Häser am Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

Proteste gegen die erneute Umsiedlung gab es nicht ...

Desolate Wohnung

Reuters/Carlos Barria

... es will ohnehin niemand in den desolaten Wohnungen bleiben

Neubau am Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

Andernorts wird im Eiltempo für Ersatzwohnungen gesorgt

Häuser am Dreischluchtendamm

Reuters/Carlos Barria

Die neuen Siedlungen versprechen Sicherheit