Präsidentenwahl in Slowenien hat begonnen

Die Slowenen wählen heute den Staatspräsidenten. Um 07.00 Uhr öffneten mehr als 3.300 Wahllokale im ganzen Land ihre Türen. Den Wahlprognosen zufolge wird die Wahl endgültig erst bei einer Stichwahl am 2. Dezember entschieden werden, weil keiner der drei Kandidaten im ersten Wahlgang die nötige absolute Stimmenmehrheit erreichen dürfte.

Der Favorit ist der linksgerichtete Amtsinhaber Danilo Türk, der in den Umfragen seit dem Beginn der Wahlkampagne ununterbrochen in Führung lag. Auch die letzten, gestern veröffentlichen Wahlprognosen bestätigen seine Favoritenrolle: Demnach soll Türk die Wahl am Sonntag mit 44 Prozent klar gewinnen.

Mit dem Einzug in die Stichwahl kann auch der sozialdemokratische Ex-Ministerpräsident Borut Pahor rechnen, der auf 33 Prozent der Stimmen kommt. Der rechtsgerichtete Kandidat, der Europaabgeordnete Milan Zver, soll mit 23 Prozent auf dem dritten Platz enden und somit aus dem Wahlrennen ausscheiden.

Spannendes Rennen vor Stichwahl erwartet

Es dürfte in den kommenden drei Wochen zu einem spannenden Zweikampf kommen. Pahor könnte nämlich den Wahlsieg des favorisierten Türk durchaus gefährden, meinen die Meinungsforscher. In der Stichwahl wird der Ex-Premier auch auf die Stimmen der rechtsgerichteten Wähler zielen.

Der lange Wahlkampf mitten in einer schweren Wirtschaftskrise verlief gemäßigt und ohne besondere Höhepunkte. Die Krise bestimmte sowohl die Themen als auch das äußere Erscheinungsbild der Kampagnen, die mangels Geld dieses Mal bescheidener und weniger augenfällig ausfielen als in den Jahren davor.