Wieder syrischer Granateinschlag in Türkei

Im Grenzgebiet der Türkei zu Syrien ist heute erneut eine Granate aus Syrien eingeschlagen. Das Panzerfaustgeschoß sei in der Früh in Ceylanpinar nahe einem Büro der Landwirtschaftsverwaltung explodiert, berichteten türkische Fernsehsender. Die Granate habe Sachschaden angerichtet.

In Ceylanpinar (Provinz Sanliurfa) waren erst in der vergangenen Woche drei Türken von Querschlägern und Granatsplittern aus Syrien verletzt worden. Syrische Rebellen und Regierungstruppen des Regimes in Damaskus lieferten einander heute weiter Kämpfe um einen nahe gelegenen Grenzübergang.

Laut türkischen Berichten flog die syrische Luftwaffe dort auch Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Rebellen. Seit einigen Wochen lässt die türkische Regierung die Armee mit Artillerie nach Syrien zurückfeuern, wenn nach Schüssen auf das eigene Staatsgebiet Angreifer mit Radar lokalisiert werden können.

Video dazu in iptv.ORF.at

Syriens Regimegegner haben unterdessen gestern einen prominenten islamischen Prediger zum Vorsitzenden des neu gegründeten Oppositionsblocks gewählt. Nach einwöchigen Verhandlungen in Katars Hauptstadt Doha riefen die Aktivisten bei einer von arabischen Fernsehsendern übertragenen Pressekonferenz den Prediger Ahmed al-Chatib zum Vorsitzenden der vereinten Opposition aus. Die Plattform will künftig die gesamte syrische Opposition vertreten und soll nach einem Sturz von Präsident Baschar al-Assad eine Übergangsregierung bilden.

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