Deutsche Bundeswehr vor Patriot-Einsatz in der Türkei

Die deutsche Bundeswehr steht nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ kurz vor einem NATO-Einsatz mit bis zu 170 Soldaten an der türkisch-syrischen Grenze. Deutschland werde in Kürze Flugabwehrraketen vom Typ Patriot mit Bedienungsmannschaft in die Türkei verlegen, berichtete die Zeitung in ihrer Samstag-Ausgabe.

Bis zu 170 Soldaten

Am kommenden Montag wolle die Türkei eine offizielle Bitte an die NATO richten und zum Schutz ihres Territoriums Patriot-Raketensysteme anfordern. Die NATO werde der Bitte umgehend entsprechen. Die Bundeswehr werde sich dann mit einer oder zwei Patriot-Staffeln und bis zu 170 Soldaten an der NATO-Operation beteiligen.

Ob dazu ein Mandat des Deutschen Bundestags erforderlich sei, prüfe die Regierung gerade. Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums gab am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) keine Stellungnahme ab.

In der NATO gibt es nur drei Länder, die über Patriot-Raketen des modernsten Typs PAC-3 verfügen, wie er laut dem Bericht an der türkisch-syrischen Grenze eingesetzt werden soll. Das sind die USA, die Niederlande und Deutschland. Mit der PAC-3-Version können sowohl Flugzeuge als auch anfliegende Raketen bekämpft werden.