Kammersängerin Lisa Della Casa gestorben

Die Schweizer Sopranistin Lisa Della Casa, Österreichische Kammersängerin und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, ist gestern im 94. Lebensjahr in Münsterlingen am Bodensee verstorben. Das gab das Haus am Ring heute bekannt.

„Lisa Della Casa hat - ob in Livevorstellungen oder über Tonträger - Generationen von Opernliebhabern und Künstlerkollegen begleitet und begeistert. Unvergesslich bleibt sie uns vor allem als herausragende Strauss- und Mozart-Interpretin“, würdigte Staatsoperndirektor Dominique Meyer die Sängerin, der in der Saison 2013/2014 an der Wiener Staatsoper eine Ausstellung gewidmet sein soll.

Della Casa wurde am 2. Februar 1919 in Burgdorf (Schweiz) geboren und erhielt ihre Ausbildung bei Margarethe Haeser in Zürich. 1941 debütierte sie als Cio-Cio-San („Madama Butterfly“) am Städtetheater Solothurn-Biel. Nach Auftritten vor allem als Schauspielerin und Konzertsopranistin sang sie 1943 die Mimì („La Boheme“) am Stadttheater Zürich.

Ihre internationale Karriere startete sie 1947 als Zdenka („Arabella“) bei den Salzburger Festspielen. Im selben Jahr wurde sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und gab am 18. Oktober als Nedda („Pagliacci“) ihr Debüt mit der Staatsoper im Volksoperngebäude.