Mutmaßliche Islamisten töteten Christen in Nigeria im Schlaf

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Mutmaßliche Islamisten haben in Nigeria 15 Christen getötet, indem sie ihnen im Schlaf die Kehlen aufschlitzten. Augenzeugen berichteten gestern übereinstimmend der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass die Angreifer in einem Dorf im instabilen Nordosten des Landes gewaltsam in mehrere Häuser eingedrungen seien. „15 Menschen wurden im Schlaf getötet“, sagte auch ein Behördenvertreter, der anonym bleiben wollte.

Im Norden Nigerias gab es in den vergangenen Wochen immer wieder gewaltsame Übergriffe auf Christen. Am Heiligen Abend waren bei einem Angriff auf eine christliche Kirche sechs Menschen getötet worden.

Zahlreiche Anschläge

Konflikte um wirtschaftlichen und politischen Einfluss im Staat sowie der Zugang zu Acker- und Weideland im Norden führten in der Vergangenheit immer wieder zu Unruhen. In den vergangenen Jahren bekamen diese eine religiöse Komponente. Seither versetzt die radikalislamische Sekte Boko Haram („Westliche Erziehung ist Sünde“) das ölreiche, westafrikanische Land in Angst und Schrecken.

Boko Haram kämpft gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Die Gruppe wird für zahlreiche Anschläge auf Behörden, Polizei und Kirchen verantwortlich gemacht.