UNO beendet nach 13 Jahren Friedensmission in Osttimor

Nach 13 Jahren in Osttimor beendet die UNO zum Jahresende offiziell ihre dortige Friedensmission. Die letzten Blauhelmsoldaten und logistischen Mitarbeiter zogen heute ab, offiziell endet die Mission um Mitternacht. Lediglich 79 Beamte sollen nach UNO-Angaben vorerst an Ort und Stelle bleiben, um restliche Formalitäten zu erledigen.

„Land kann auf eigenen Beinen stehen“

„Osttimor hat eine Phase in seiner Entwicklung erreicht, in der das Land auf eigenen Beinen stehen kann“, sagte UNO-Missionschef Finn Reske-Nielsen der Nachrichtenagentur AFP. Der stellvertretende Regierungschef des südostasiatischen Inselstaates, Fernando La Sama de Araujo, sagte AFP, er sei den UNO-Truppen „zutiefst dankbar“ für ihre Arbeit in seinem Land.

Die UNO-Mission hatte ihre Arbeit in Osttimor 1999 vor der Abstimmung über die Unabhängigkeit von Indonesien aufgenommen. In der Folgezeit gab es politische Instabilität und Unruhen. Die UNO-Mission sollte mit rund 1.500 Soldaten für Sicherheit in dem Land sorgen. Im Mai feierte Osttimor den zehnten Jahrestag seiner Unabhängigkeit, zudem wurden in diesem Jahr weitgehend friedliche Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten. Osttimor zählt zu den ärmsten Ländern Asiens.