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Dow Jones verliert um 0,60 Prozent

Die US-Börsen sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Kurz vor Beginn der Bilanzsaison machten viele Anleger Kasse. Neben diesen Gewinnmitnahmen lasteten auch milliardenschwere Entschädigungszahlungen von US-Banken auf der Wall Street.

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Der Dow Jones Industrial Index gab 50,92 Punkte oder 0,38 Prozent auf 13.384,29 Einheiten ab, nachdem der Leitindex in der Vorwoche wegen des in letzter Minute beigelegten Budgetstreits um fast vier Prozent zugelegt hatte. Der S&P 500 Index sank 4,58 Punkte oder 0,31 Prozent auf 1.461,89 Zähler. Der Nasdaq Composite Index reduzierte sich moderat um 2,85 Einheiten oder 0,09 Prozent auf 3.098,81 Zähler.

Euphorie über Fiskalstreit lässt nach

Nach der guten Entwicklung des Aktienmarktes in der Vorwoche dürften sich die Investoren vor dem Auftakt der Berichtssaison eher zurückhalten, sagten Börsianer. Zudem habe die Euphorie über den Kompromiss im US-Haushaltsstreit nachgelassen, und in diesem Umfeld setzten Anleger offenbar erst einmal auf Gewinnmitnahmen.

Mit Spannung wird bereits auf die Zahlen zum vierten Quartal des Aluminiumkonzerns Alcoa gewartet. Das vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen eröffnet am Dienstag nach Börsenschluss traditionell die Berichtssaison in den USA. Alcoa-Titel gingen um 0,76 Prozent auf 9,19 Dollar (6,97 Euro) zurück.

Bankenaktien geben leicht nach

Bei den Einzelwerten waren die Blicke vor allem auf den Finanzsektor gerichtet. Fehlerhafte Hauspfändungen kommen die großen Kreditinstitute erneut teuer zu stehen: Zehn Banken und Finanzdienstleister haben am Montag einem 8,5 Milliarden US-Dollar (rund 6,4 Mrd. Euro) schweren Vergleich mit staatlichen Bankenregulierern zugestimmt. Darunter befinden sich die beiden Großbanken JPMorgan und Citigroup, deren Titel moderat um 0,11 bzw. 0,09 Prozent nachgaben.

Auch die Bank of America gehört dazu, was die Titel mit einem Minus von 0,17 Prozent quittierten. Im frühen Handel hatten sie sich der schwachen Branchentendenz noch entzogen, nachdem das Bankhaus seine Streitigkeiten mit dem staatlich gestützten Hausfinanzierer Fannie Mae gegen eine Zahlung von mehr als zehn Milliarden US-Dollar (rund 7,5 Mrd. Euro) aus der Welt geschafft hatte. Analyst Stefan Bongardt von Independent Research rechnete damit, dass der Schritt einige Unsicherheit von den Aktien nehmen könnte.

Boeing-Kursverluste nach Feuer in Dreamliner

Mit 2,01 Prozent waren die Kursverluste bei Boeing größer, nachdem ein Dreamliner der japanischen Fluggesellschaft Japan Airlines am Montag auf dem Flughafen in Boston stehend Feuer fing. Nach jahrelangen Verzögerungen bei der Entwicklung und der Produktion setzt sich damit die Serie von Unfällen bei dem Hoffnungsträger 787 fort, nachdem Ende 2011 das erste Exemplar des neuen Großraumfliegers ausgeliefert worden war.

Außerhalb des Dow Jones rutschten die Aktien des Gentechnikspezialisten Illumina um 7,06 Prozent ab, nachdem der schweizerische Pharmakonzern Roche den Gerüchten um einen erneuten Übernahmeversuch eine Abfuhr erteilt hatte. Aktien von Amazon hingegen kletterten nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley um 3,59 Prozent hinauf. Analyst Scott Devitt hatte sich positiv zu den Perspektiven des internationalen Geschäfts des Onlineeinzelhändlers geäußert.

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