WEF: Lohnungerechtigkeit als Wirtschaftsrisiko

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Die wachsende Kluft bei der Entwicklung der Einkommen wird nach Ansicht von Experten immer mehr zu einer Gefahr für die Weltwirtschaft. Zusammen mit chronischen Ungleichgewichten der Haushalte vieler Staaten gehört das Auseinandergehen der Einkommensschere laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) voraussichtlich zu den „vorherrschenden globalen Risiken“ der nächsten Jahre.

Erheblich folgenschwerer wären dem heute in London vorgestellten Bericht zufolge allerdings ein Ausfall des internationalen Finanzsystems sowie eine große Trinkwasserknappheit als Resultat des Klimawandels. „Die Welt steht wachsenden Risiken gegenüber, während die anhaltende Finanzkrise die öffentliche Aufmerksamkeit vom Klimawandel ablenkt“, warnen die Autoren.

Der Weltrisikobericht soll in zwei Wochen beim WEF-Jahrestreffen in Davos (23. bis 27. Jänner) diskutiert werden. Dazu werden wieder hochrangige Politiker erwartet - unter ihnen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Ministerpräsident Dimitri Medwedew. Grundlage des Berichts ist die Befragung von mehr als 1.000 Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu 50 globalen Risiken.