Mali: Frankreich schickt Soldaten

Frankreich unterstützt Mali mit Truppen. Das gab Präsident Francois Hollande heute in Paris bekannt. Die französischen Truppen sollen an der Seite der Regierung des westafrikanischen Krisenlandes gegen vorrückende islamistische Rebellen kämpfen. Der Kampfeinsatz habe laut Hollande bereits begonnen. Frankreichs Unterstützung würde so lange „wie notwendig“ dauern, so der französische Staatschef weiter.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums von Mali sind neben Truppen aus Frankreich, auch Soldaten aus Nigeria und dem Senegal bereits seit dem Vortag im Land. Oberst Abdramane Baby sagte, die Soldaten seien bereits in der Stadt Mopti im Zentrum des Krisenlandes angekommen. Um wie viele Soldaten es sich handelt, ließ er offen.

Zuvor forderte die Regierung in Frankreich französische Staatsbürger zum Verlassen des westafrikanischen Krisenstaates Mali auf. Alle Franzosen, deren Anwesenheit nicht unabdingbar sei, sollten das Land vorübergehend verlassen, heißt es in einer Reisewarnung des Außenministeriums.

EU plant keinen Kampfeinsatz in Mali

Die Europäische Union plant unterdessen keinen Einsatz europäischer Soldaten unter EU-Flagge gegen islamistische Aufständische in Mali. Diplomaten sagten, Mali habe die EU nicht in ähnlicher Weise wie Frankreich um militärische Hilfe gegen die Islamisten im Norden des westafrikanischen Landes gebeten.

Die EU plane nach wie vor den Einsatz von etwa 200 Militärberatern, die malische Soldaten auf den Kampf gegen Rebellen vorbereiten sollten. Es werde nicht daran gedacht, diesen Einsatz in irgendeiner Weise auszuweiten.