Italien: Rote-Brigaden-Mitbegründer Gallinari tot

Der italienische Linksextremist Prospero Gallinari, der wegen Verwicklung in die Entführung und Ermordung des christdemokratischen Regierungschefs Aldo Moro im Jahr 1983 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, ist heute in der Garage seines Hauses in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia tot aufgefunden worden.

Nach Angaben italienischer Medien könnte der 62-jährige Mitbegründer der linksextremistischen Terrorgruppe Rote Brigaden (Brigate Rosse, BR) einem Herzinfarkt erlegen sein.

Gallinari wurde von den Justizbehörden ursprünglich für den Mörder Moros gehalten, später wurde er jedoch von dem Linksextremisten Mario Moretti, der sich ebenfalls an der Entführung des christdemokratischen Politikers beteiligt hatte, entlastet. Gallinari, der sich mehreren Herzoperationen unterzogen hatte, konnte wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustands die Strafanstalt verlassen. Seit einigen Jahren lebte er in seiner Heimatstadt Reggio Emilia.