Anschlag bei Amtssitz von Somalias Präsident

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat sich heute nach Angaben eines Augenzeugen ein Selbstmordattentäter in der Nähe des Präsidentenpalastes in die Luft gesprengt. Mindestens ein Soldat sei getötet worden, sagte ein Wachmann gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Zwei weitere Soldaten seien verletzt worden.

„Der Mann hat sich an einer Mauer zwischen der äthiopischen Botschaft und dem Palast des somalischen Ministerpräsidenten in die Luft gesprengt“, berichtete der Mann weiter. Die beiden Gebäude liegen innerhalb eines weitläufigen Geländes, auf dem sich auch der Präsidentenpalast befindet.

Ein örtlicher Rundfunksender berichtete von mehreren Toten und Verletzten. Präsident Hassan Sheikh Mohamud befindet sich derzeit offenbar jedoch im Ausland. In Somalia gibt es seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1991 faktisch keine Regierung mehr. In dem Land am Horn von Afrika haben Kriegsherren und Milizen das Sagen.