Abkehr vom Kult um Wirtschaftszahlen

Dass ausgerechnet Deutschland mit seiner stabilen Wirtschaft nun über die Sinnhaftigkeit von Bruttoinlandsprodukt-(BIP)-Kennzahlen diskutiert, hat Signalwert: Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass das BIP nicht der Weisheit letzter Schluss ist, um Wohlstand und Wohlergehen abzubilden. Sogar die EU-Kommission steht offiziell dazu, dass das BIP überhaupt nichts darüber aussagt, wie gut es den Menschen in einem Land geht. Mit Alternativen dazu - etwa der Messung des „Bruttonationalglücks“ in Bhutan oder ähnlichen Vorgaben in Lateinamerika - tut man sich allerdings gerade in Europa schwer. Und in Österreich noch ein bisschen schwerer.

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