Themenüberblick

Zunächst nur Überwachungsmission

Die USA planen eine Drohnenbasis in Nordwestafrika, um Gruppen des Terrornetzwerkes Al-Kaida sowie islamische Extremisten in der Region besser überwachen zu können. Zunächst sollten von dem möglichen Drohnenstützpunkt aber nur unbewaffnete Überwachungsmissionen starten, berichtete die Tageszeitung „New York Times“.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Spätere bewaffnete Flüge seien aber nicht auszuschließen. Zu den möglichen Standorten zählten Regierungsmitarbeiter den im Osten an Mali grenzenden Niger sowie das südlich von Mali gelegene Burkina Faso. Die Drohnen könnten auch so schnell wie möglich die von Frankreich geführte Mission in Mali unterstützen, hieß es.

Ein Regierungsbeamter sagte der Tageszeitung „Washington Post“ jedoch, dass die Pläne „vorläufig“ seien und dass sowohl das Pentagon als auch das Außenministerium, das Weiße Haus und die Regierung im Niger zustimmen müssten. „Es wäre ein guter Standort, um Zugriff auf die Region zu bekommen“, sagte er.

Militärbasis in Dschibuti zu weit entfernt

Die Kämpfe in Mali wollen die USA erst dann direkt militärisch unterstützen, wenn eine neue Regierung gewählt wurde. Die Drohnenbasis würde eine indirekte Beteiligung an dem von Frankreich geführten Einsatz ermöglichen. Die Militärbasis würde dem US-Militär eine bessere Überwachung der Sahara ermöglichen. Die einzige ständige afrikanische Militärbasis der USA im ostafrikanischen Dschibuti liege dafür zu weit entfernt, hieß es in der „Washington Post“.

Die von dort startenden Flugzeuge und ihre Besatzungen seien ohnehin stärker gefährdet, abgeschossen zu werden. Die unbemannten Drohnenflüge könnten dieses Problem lösen. Mit einer Stationierung im Niger würden die USA ihre seit Jahren laufende Annäherung an das Land fortsetzen. Unter anderem hatte Obama unterstützende Missionen im Kampf gegen Terroristen und Spezialeinsatzkräfte für Trainingsmissionen zur Verfügung gestellt.

Links: