Sprengsatz in Madrider Kathedrale entschärft

Die spanische Polizei hat einen Sprengsatz in der Madrider Almuneda-Kathedrale entschärft. Wie die Polizeiführung gestern mitteilte, handelte es sich dabei um eine sehr laienhaft zusammengebastelte Bombe, die aber explodieren hätte können. Menschen kamen nicht zu Schaden. Ein Geistlicher hatte den Sprengsatz am Nachmittag in einer Mülltüte bei einem Beichtstuhl entdeckt, das Gotteshaus sofort räumen lassen und die Polizei alarmiert.

Nach Angaben der Sicherheitskräfte bestand der Sprengsatz aus 200 Gramm Sprengstoff, einer Butangasflasche, einem Kilogramm Schrauben und einem Wecker.

Kirche weiträumig abgesperrt

Zunächst war unklar, wer den Sprengsatz in der Kathedrale in der Nähe des Königspalastes im Zentrum der Hauptstadt deponiert hatte. Die Behörden gaben vorerst auch keine Informationen über mögliche Verdächtige bekannt.

Die Kirche wurde für mehr als zwei Stunden weiträumig abgesperrt und blieb auch nach der Aufhebung der Abriegelung wegen der laufenden Polizeiermittlungen zum Ärger vieler Touristen zunächst geschlossen.

Das im 18. Jahrhundert begonnene und erst im Juni 1993 fertig errichtete römisch-katholische Gotteshaus ist 102 Meter lang und 73 Meter hoch. Die erste königliche Hochzeit in der Kathedrale fand am 22. Mai 2004 mit der Heirat von Kronprinz Felipe und Letizia Ortiz statt.