Themenüberblick

Ölhandel als treibendes Geschäft

Steigende Exporte haben das Außenhandelsdefizit der USA auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren gedrückt. Der Fehlbetrag sank im Dezember auf 38,5 Milliarden Dollar (28,42 Mrd. Euro), wie das Handelsministerium in Washington zuletzt mitteilte. Ein solch niedriges Minus hatte es zuletzt vor drei Jahren gegeben. Volkswirte zeigten sich von dem großen Rückgang überrascht.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Entwicklung geht sowohl auf deutlich verminderte Einfuhren als auch auf höhere Exporte zurück. Insbesondere habe der Verkauf von Treibstoff nach Übersee zugenommen, während die Rohölimporte auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren gesunken seien.

„Ermutigende“ Tendenzen

„Die Verbesserung beim Export ist ermutigend“, sagte Brian Jones, führender Ökonom bei der Bank Societe Generale in New York der Fachagentur Bloomberg. Es sei wahrscheinlich, dass der Trend anhalte. „Da Europa weniger schwach wirkt und es in Asien bergauf geht, wird es dem US-Export ziemlich gut gehen.“

Im Gesamtjahr 2012 reduzierte sich das Handelsdefizit von knapp 560 Milliarden Dollar im Jahr 2011 auf 540 Milliarden Dollar. Bezogen auf die jährliche Wirtschaftsleistung ergibt sich ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Allerdings gilt die Lücke immer noch als viel zu groß. Laut Experten leben die USA mit dem riesigen Handelsdefizit über ihre Verhältnisse. Das Exportminus sei nur verkraftbar, weil die US-Ökonomie das Geld von ausländischen Investoren geliehen bekomme.

Obama versucht Exporte anzukurbeln

Da Importe zudem heimische Produkte verdrängen, sind sie auch Ursache für den Abbau von Arbeitsplätzen in den USA. US-Präsident Barack Obama hatte deshalb 2010 eine „nationale Exportinitiative“ mit dem Ziel ausgerufen, amerikanische Ausfuhren bis Ende 2014 zu verdoppeln.

Links: