EU weitet Manipulationsermittlungen gegen Banken aus

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Die Europäische Kommission weitet einem Zeitungsbericht zufolge ihre Ermittlungen gegen die Manipulation von Zinssätzen durch Banken aus. Die seit 18 Monaten anhaltende Untersuchung von Euro- und Yen-LIBOR-Sätzen sei nun auf in Schweizer Franken denominierte Swaps ausgeweitet worden, berichtete die „Financial Times“.

Die Kommission könne eine Höchststrafe von zehn Prozent der Jahreseinnahmen pro Manipulationsfall verhängen. Deshalb drohe Instituten, die in allen drei Fällen für schuldig befunden werden, eine Strafe von 30 Prozent ihrer gesamten Jahreseinnahmen, berichtete die Zeitung.

Außergerichtliche Einigung noch möglich

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia werde heute in einer als Warnung an die Banken gedachten Rede seine Entschlossenheit in dem Skandal bekräftigen, heißt es in dem Bericht weiter. Die EU lote zwar gleichzeitig informell die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung aus, so die Zeitung. Einige Banken zierten sich jedoch, darüber Gespräche aufzunehmen, da sie die Anschuldigungen für unberechtigt hielten.