USA: Cyberangriffe als größte Bedrohung

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Cyberangriffe und Internetspionage stellen nach Ansicht der US-Geheimdienste mittlerweile eine größere Gefahr für die Sicherheit der USA dar als der Terrorismus. Das ist das Ergebnis des gestern veröffentlichten jährlichen Bedrohungsberichts, den der Chef der nationalen Geheimdienste, James Clapper, dem zuständigen Ausschuss des Senats vorstellte.

Dennoch sei die Gefahr eines großen Cyberangriffs etwa auf die Infrastruktur des Landes äußerst gering, fügte er hinzu. Wahrscheinlicher seien kleinere Angriffe etwa gegen Websites von Banken.

Die weiteren Bedrohungsszenarien

Bisher wurde der Terrorismus als größte Gefahr für die US-Sicherheit eingeschätzt. Vor allem die „Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel“ sei zu beachten, die nach wie vor Anschläge in den USA plane. Die vom getöteten Osama bin Laden gegründete Hauptorganisation sei dagegen wahrscheinlich nicht mehr zu größeren Anschlägen in der Lage, sagte Clapper.

Zur Bedrohung durch den Iran hieß es, die Geheimdienste gingen nicht davon aus, dass die Führung in Teheran eine Entscheidung über den Bau einer Atombombe getroffen habe.