Anton Zeilinger neuer ÖAW-Präsident

Der Quantenphysiker Anton Zeilinger ist gestern Nachmittag zum neuen Präsidenten der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gewählt worden. Er setzte sich gegen den Rechtswissenschafter Walter Berka, den Demografen Wolfgang Lutz und den Historiker Arnold Suppan durch. Der bisherige Präsident Helmut Denk hatte sich nicht mehr der Wahl gestellt.

Die 1847 gegründete ÖAW ist eine Gelehrtengesellschaft und zugleich die größte grundlagenorientierte, außeruniversitäre Forschungsinstitution in Österreich.

Sie verfügt derzeit über 28 Forschungseinrichtungen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern, darunter international renommierte wie das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI), das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) und das Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CEMM).

Stärker in die Öffentlichkeit rücken

Zeilinger will die wissenschaftliche Expertise seiner Einrichtung verstärkt in aktuelle Debatten einbringen: „Die Akademie soll noch stärker als bisher in der Öffentlichkeit auftreten, vor allem zu aktuellen Fragen“, so Zeilinger zur APA. „Wir haben eine unglaubliche Expertise, davon kann das Land nur profitieren.“ In den angloamerikanischen Ländern würden die vergleichbaren Einrichtungen viel stärker in der Diskussion wahrgenommen: „Das ist bei kontinentaleuropäischen Akademien noch nicht der Fall.“