Mindestens 50 Tote bei Anschlägen im Irak

Nach den schweren Bombenanschlägen heute im Irak hat sich die Zahl der Toten mittlerweile auf 50 erhöht. Betroffen waren schiitische Viertel in Bagdad und südlich der Hauptstadt. Ärzte sprachen von 160 Verletzten. Zu den Anschlägen, die am Vortag des zehnten Jahrestages der US-Invasion des Irak stattfanden, bekannte sich zunächst niemand.

Mehrere Autobomben seien in der Nähe eines beliebten Marktes nahe dem Regierungsviertel explodiert, hieß es aus Polizeikreisen. In einem südlichen Vorort habe zudem ein Selbstmordattentäter in einem Lkw eine Polizeistation attackiert.

Regierung verschob Wahl

Die irakische Regierung verschob indes für 20. April angesetzte Kommunalwahlen aus Sicherheitsgründen um sechs Monate. Das sagte ein Mitglied der Wahlkommission, Al-Kataa Sobaja, der Nachrichtenagentur AFP.

Seit Jahresbeginn hat der irakische Ableger der radikalislamischen Al-Kaida, der Islamische Staat Irak, zahlreiche Angriffe verübt. Auch der Bürgerkrieg in Syrien verschärft die Spannungen im Irak: Die überwiegend von Sunniten getragene Rebellion gegen Präsident Baschar al-Assad animiert ihre irakischen Glaubensbrüder.

Erst am Donnerstag hatten Bewaffnete und Selbstmordattentäter das Justizministerium im Zentrum Bagdads gestürmt und dort 25 Menschen getötet.