Tote und Verletzte bei Anschlägen auf Schiiten im Irak

Bei einer Anschlagsserie auf schiitische Muslime sind im Irak mindestens 18 Menschen getötet und etwa 160 weitere verletzt worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen und von Augenzeugen explodierten mehrere Bomben in der Hauptstadt Bagdad und eine in der nördlichen Ölstadt Kirkuk. Die Attentäter nahmen dabei anlässlich des Freitagsgebets Moscheen der Schiiten ins Visier.

Vor den Gebetshäusern seien Autobomben sowie andere selbst gefertigte Sprengsätze detoniert, hieß es. Betroffen waren unter anderem die Bagdader Stadtteile Safaranija, al-Bajaa, al-Kahira und al-Talibija. In Kirkuk kamen den Angaben zufolge mindestens fünf Schiiten ums Leben, als eine Autobombe vor einer Moschee im Süden der Stadt explodierte. Weitere 60 seien verletzt worden.

Machtkampf seit Abzug der US-Truppen

Im Irak tobt seit Abzug der US-Truppen vor mehr als einem Jahr ein Machtkampf zwischen Anhängern der sunnitischen und der schiitischen Glaubensrichtung. Viele Sunniten, die unter dem Regime des gestürzten Diktators Saddam Hussein zur Machtelite gehörten, fühlen sich benachteiligt und diskriminiert. Sie werfen dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki vor, zunehmend selbst diktatorische Züge zu entwickeln.