Neuer Anlauf zur Lösung der Kosovo-Krise

Die Regierungschefs Serbiens und des Kosovo treffen sich heute in Brüssel, um ein Abkommen zur Lösung der jahrzehntelangen Krise zwischen diesen beiden Ländern zu erreichen.

Im Kern geht es um die Lage der serbischen Minderheit im Kosovo, das fast nur noch von Albanern bewohnt wird. Allerdings sind die Fronten vor dem Treffen verhärtet. Sollten sich die beiden Seiten einigen, will Brüssel sie mit einer schnelleren Annäherung an die EU belohnen.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich optimistisch. „Ich glaube, dass eine Einigung in Reichweite ist - auch wenn es nicht einfach werden wird“, sagte Ashton in einer am Montag in Brüssel verbreiteten Erklärung.

Kosovo-Serben hatten gestern erneut den Grenzübergang Jarinje zu Serbien blockiert. Teilnehmer bezeichneten das als eine Warnung an die Regierung in Belgrad, sich bei den Gesprächen in Brüssel nicht zu unerwünschten Kompromissen drängen zu lassen.