Google startet Testamentfunktion für Onlinedienste

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Nach dem Tod leben immer mehr Menschen über ihre digitalen Spuren im Internet weiter. Der US-Technologiekonzern Google stellte gestern nun für seine Onlinedienste eine Testamentfunktion vor, die Nutzern eine stärkere Kontrolle über den Umgang mit persönlichen Daten nach ihrem Ableben gibt.

Mit der Funktion könnten sich Nutzer auf ihr „digitales Leben nach dem Tod“ vorbereiten und zugleich ihre Privatsphäre schützen, teilte Google in einem Firmenblog mit. Der Service wird den Angaben zufolge für Googles E-Mail-Dienst Gmail, die Onlinevideoplattform YouTube, den Fotodienst Picasa, das Soziale Netzwerk Google+ sowie den Onlinedatenspeicher Drive eingeführt.

Nutzer können dort beispielsweise verfügen, ob ihre Daten nach drei, sechs oder zwölf Monaten ohne Aktivität auf dem Konto automatisch gelöscht werden. Außerdem können Bekannte oder Familienmitglieder als Verwalter des digitalen Nachlasses bestimmt werden. Um versehentliche Löschungen zu vermeiden, soll der Nutzer zuvor per E-Mail oder SMS eine Vorwarnung erhalten.