Bangladesch: Modekonzerne kündigen Konsequenzen an

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Die beiden weltgrößten Bekleidungsriesen H&M und die Zara-Mutter Inditex wollen nach dem verheerenden Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch mit mehr als 1.100 Toten die Arbeitsbedingungen in dem asiatischen Land verbessern. Man wolle einer entsprechenden Vereinbarung zustimmen, teilte H&M-Managerin Helena Helmersson gestern mit.

Ein Inditex-Sprecher bestätigte, dass der spanische Konzern ebenfalls dabei sein werde. Aus Deutschland wollen sich die Modekette C&A und der Konsumgüterhersteller Tchibo beteiligen. Auch der Textildiscounter Primark will das Abkommen unterzeichnen.

Höhere Sicherheit

Die Internationale Arbeitsorganisation, Gewerkschaften wie IndustriALL und andere haben die auf fünf Jahre angelegte Vereinbarung ausgehandelt, deren finaler Entwurf am Mittwoch veröffentlicht werden soll. Ein IndustriALL-Sprecher forderte andere Einzelhändler wie Gap und Wal-Mart auf, sich ebenfalls anzuschließen.

Die neuen Regeln beinhalteten eine Stärkung der Arbeitsrechte, eine höhere Gebäudesicherheit mit mehr Brandschutz, bessere Ausbildung sowie finanzielle Unterstützung. Calvin-Klein-Mutter PVH habe signalisiert, sich ebenfalls mit einem Millionenbeitrag beteiligen zu wollen.

Hunderte Fabriken werden geschlossen

In Bangladesch werden unterdessen Hunderte Textilfabriken ab morgen geschlossen. „Wir haben uns dazu entschlossen, um die Sicherheit unserer Fabriken sicherzustellen“, so der Präsident des Verbandes der Textilhersteller und -exporteure. Geschlossen werden demnach alle Fabriken in der Industrieregion Ashulia.