Neuerlich schwere Attentate auf Märkten im Irak

Extremisten haben auf zwei Märkten im Irak Bomben gezündet. Bei der Detonation von zwei Sprengsätzen auf einem Markt im Zentrum der Stadt Kirkuk wurden nach Angaben der Polizei zwei Zivilisten getötet und 25 Menschen verletzt. In einem vorwiegend von Turkmenen bewohnten Viertel der Ortschaft Tus starben drei Menschen, und 43 wurden verletzt, als in der Früh zwei Autobomben in der Nähe eines lokalen Gemüsemarktes explodierten.

Wie aus Sicherheitskreisen bekanntwurde, erschossen Kämpfer einer Bürgerwehr in der Ortschaft al-Scharkat, die ebenfalls zur nördlichen Provinz Salaheddin gehört, einen mutmaßlichen Extremisten. Zu Wochenbeginn waren bei einer Serie von Anschlägen und Angriffen im Irak fast 90 Menschen ums Leben gekommen.

Im Irak haben Gewalt und Terror damit fast wieder das Niveau der Zeit zwischen 2006 und 2008 erreicht. Es sind vor allem radikale Sunniten, die ihre Unzufriedenheit mit der schiitischen Regierung mit Gewalt zeigen. Doch auch der Konflikt im Nachbarland Syrien heizt den Konflikt weiter an.

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