Geheimlager für Klopapier in Venezuela ausgehoben

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Mehr als 2.400 Rollen Toilettenpapier, 7.000 Liter Fruchtsaft und 400 Windelpackungen: Was sich auf den ersten Blick wie die Bestellliste eines Großmarktes liest, ist das stolze Ergebnis einer Polizeirazzia in Venezuelas Hauptstadt Caracas.

Nach einem anonymen Hinweis hoben Fahnder dort ein „geheimes Warenlager“ im westlichen Vorstadtbezirk Antimano aus, wie Innenminister Miguel Rodriguez Torres über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Dass derartige Bedarfsartikel zum Schmuggelgut wurden, liegt an der siechenden Wirtschaft des südamerikanischen Landes.

Ölreich, aber leere Supermarktregale

Obwohl Venezuela zu den ölreichsten Staaten der Erde gehört, herrscht in den Supermarktregalen teils akuter Mangel. Toilettenpapier und Windeln gehören zu den fünf begehrtesten Produkten des Landes, zusammen mit Zahnpasta, Seife und Damenbinden.

Weil rigide Preiskontrollen und bürokratische Hürden den Import erschweren, hatte die Regierung des neu gewählten Ministerpräsidenten Nicolas Maduro diesen Monat den Kauf von 50 Millionen Rollen Toilettenpapier angekündigt. Der Kongress gab obendrein einen 80-Millionen-Dollar-Kredit (61,80 Mio. Euro) für die Einfuhr der fünf besonders gefragten Mangelartikel frei.