Korruption: Sloweniens Ex-Premier Jansa verurteilt

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Im slowenischen Patria-Korruptionsprozess um einen Panzerdeal hat es heute Schuldsprüche gegeben. Das Gericht in Ljubljana verurteilte Oppositionsführer und Ex-Premier Janez Jansa sowie zwei Mitangeklagte.

Sie seien schuldig, in Zusammenhang mit dem Ausschreibungsverfahren für den Kauf finnischer Radpanzer Schmiergeld angenommen zu haben, berichteten slowenische Medien. Jansa wurde mit einer Haftstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe von 37.000 Euro belegt.

Urteil nicht rechtskräftig

Die beiden Mitangeklagten, der Chef des Patria-Kooperationspartners Rotis, Ivan Crnkovic, und der Armeeoffizier Tone Krkovic, erhielten jeweils eine Haftstrafe von 22 Monaten. Gegen beide wurde ebenfalls eine Geldstrafe zu je 37.000 Euro verhängt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Angeklagten hatten laut Medienberichten schon im Voraus Einspruch angekündigt.

Der Urteilsspruch in dem Prozess, den die Angeklagten als politisch motiviert bezeichnet haben, wurde von lautstarken Demonstrationen vor dem Gerichtsgebäude begleitet. Mehreren hundert Jansa-Anhängern standen ein paar Dutzend Kritikern des Ex-Premiers von der konservativen Slowenischen Demokratischen Partei (SDS) gegenüber.