Neue Kämpfe in Mali zwischen Armee und Tuareg

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Im Norden Malis ist es erstmals seit mehreren Monaten wieder zu schweren Gefechten zwischen der Armee und Tuareg-Rebellen gekommen. Die Streitkräfte hätten eine von den Kämpfern der MNLA gehaltene Ortschaft eingenommen und rückten auf deren Hochburg Kidal vor, teilte heute das Militär mit.

Die Regierung wirft der MNLA Gewalttaten gegen Einwohner vor, die nicht den Tuareg angehören. Die Rebellen lehnen die von ihnen geforderte Entwaffnung ab. Sie haben sich zu Verhandlungen bereiterklärt, wenn ihnen das Recht auf Selbstbestimmung zuerkannt wird.

Kämpfe wieder aufgeflammt

Es waren die ersten Gefechte zwischen Armee und Tuareg-Rebellen seit Beginn der französischen Militärintervention im Jänner, durch die die Herrschaft islamistischer Aufständischer im Norden beendet wurde. Die MNLA-Kämpfer hatten sich zwar mit den Islamisten verbündet, waren aber nicht Ziel der französischen Offensive. Seither gelang es den Tuareg, einige Gebiete, darunter Kidal, unter ihre Kontrolle zu bringen.