Putin bescheinigt Iran bei Atomprogramm zivile Ziele

Der Iran verfolgt nach den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem Atomprogramm ausschließlich zivile Ziele. Er habe keinen Zweifel, dass sich die Führung in Teheran an die Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrags halte, sagte Putin gestern.

Dennoch dürften die Sorgen in der Region und in der Weltgemeinschaft nicht ignoriert werden. So seien iranische Drohungen, Israel könne zerstört werden, inakzeptabel. Der Iran sei Teil einer sehr schwierigen Region, und derartige Warnungen seien nicht hilfreich, so Putin. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel der Energieerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten.

Der Iran ist wegen seines Atomprogramms von den Vereinten Nationen, der EU und den USA mit Sanktionen belegt worden. Das Land bestreitet die Vorwürfe. Russland, die anderen vier ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats und Deutschland bemühen sich seit Jahren um eine Beilegung des Atomstreits. Eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Israel hat ein militärisches Vorgehen gegen die Islamische Republik nicht ausgeschlossen.