Bericht über syrischen Luftangriff im Libanon

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Ein syrischer Kampfhubschrauber hat nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen heute einen Grenzort im Libanon angegriffen.

Der Helikopter habe drei Geschoße auf den Ort Arsal abgefeuert, wodurch mehrere Menschen verletzt worden seien, sagte ein Vertreter der libanesischen Sicherheitsdienste. Der Ort sympathisiert mit den Aufständischen, die in Syrien die Regierungstruppen von Staatschef Baschar al-Assad bekämpfen.

Eines der Geschoße sei in der Nähe des zentralen Platzes von Arsal eingeschlagen, sagte der Sicherheitsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte. In Arsal leben mehrheitlich Sunniten. Erst vor wenigen Tagen waren in der Ortschaft zahlreiche verletzte Rebellen eingetroffen.

Paris fordert erneut Bewaffnung von Rebellen

Der Vormarsch der syrischen Regierungstruppen auf Aleppo muss nach Ansicht des französischen Außenministers Laurent Fabius gestoppt werden. Die Truppen des syrischen Staatschefs Assad sowie die libanesische Hisbollah-Miliz und iranische Kräfte hätten in den vergangenen Wochen „mit russischen Waffen ein beachtliches Gebiet zurückerobert“, sagte Fabius heute im Fernsehsender France 2.

„Es ist notwendig, dass dieser Vormarsch vor Aleppo gestoppt werden kann.“ Nötig sei ein „Kräfteausgleich“ zwischen Opposition und Regierung, sonst werde es keine Genfer Friedenskonferenz geben.

„Bisher noch nicht entschieden“

Paris unterstützt seit Monaten in vorderster Reihe die Opposition gegen Assad. So hatte Frankreich als erstes westliches Land den Einsatz von Chemiewaffen durch Regierungstruppen nach eigenen Angaben nachgewiesen und westliche Waffenlieferungen an die Rebellen verlangt.

Fabius sagte nun mit Blick auf mögliche Waffenlieferungen, die europäische Abmachung, wonach vor dem 1. August keine schweren Waffen geliefert werden sollten, werde respektiert: „Bisher haben wir noch nicht entschieden.“

Gleichzeitig gab er aber zu bedenken, dass die „Soldaten des Widerstands“ Waffen haben müssten, „weil Assad Flugzeuge sowie schlagkräftige Waffen hat und chemische Waffen eingesetzt hat“.