US-Metropole Detroit kurz vor der Pleite

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die einst blühende US-Autometropole Detroit steht kurz vor dem Finanzkollaps. Der vom Bundesstaat Michigan eingesetzte Sonderfinanzverwalter Kevyn Orr sagte gestern, die Stadt sei praktisch zahlungsunfähig. Er rief daher die Gläubiger zu einem „gemeinsamen Opfer“ auf.

Sollten die Investoren, darunter auch Pensionsfonds, nicht auf einen Teil ihrer Forderungen von 17 Milliarden Dollar (12,7 Mrd. Euro) verzichten, drohe die größte Stadtpleite in der US-Geschichte.

Detroit steckt trotz einer Erholung der in der Region beheimateten Autokonzerne General Motors und Ford in einer tiefen Krise. In der einst fünftgrößten US-Stadt mit 1,8 Millionen Einwohnern leben heute nur noch 700.000 Menschen, davon ein Drittel in Armut. Viele öffentliche Dienste wie etwa Straßenbeleuchtungen funktionieren nicht mehr, zahlreiche Wohnungen und Geschäfte stehen leer.