Japanische Bank muss für Iran-Geschäfte zahlen

Die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ hat jahrelang US-Sanktionen gegen Länder wie den Iran und Sudan umschifft und zahlt deshalb 250 Millionen Dollar an den Bundesstaat New York. Darauf einigten sich beide Seiten gestern.

Das Institut habe von 2002 bis 2007 bei fast 28.000 Überweisungen im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar gezielt Hinweise auf diese Länder gelöscht, erklärte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo.

Die Angestellten seien zu dieser Praxis angewiesen worden, um ein Einfrieren der Gelder zu verhindern. Die Bank of Tokyo-Mitsubishi gehört zu dem Finanzkonzern Mitsubishi UFJ Financial.

In einem ähnlichen Fall einigten sich die Behörden mit der britischen Bank Standard Chartered wegen Verstößen gegen die Sanktionen gegen den Iran im vergangenen August auf die Zahlung von 340 Millionen Dollar. Im Dezember stimmte das britische Geldhaus in diesem Zusammenhang einer weiteren Zahlung von 327 Millionen Dollar zu.