EZB-Bankenaufsicht dürfte erst im Herbst 2014 starten

Die neue Aufsichtsbehörde für die größten europäischen Banken wird nach den Erwartungen von EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch einige Monate später als geplant ihre Arbeit aufnehmen können. „Nach dem aktuellen Stand dürfte Ende nächsten Jahres diese gemeinsame Aufsicht anfangen zu arbeiten“, sagte Mersch gestern Abend auf einer Veranstaltung.

Wenn die Vorbereitungen auf Arbeitsebene bei der Europäischen Zentralbank (EZB) rechtzeitig abgeschlossen seien, könne es im „September, Oktober oder November“ 2014 so weit sein. Eigentlich sollte die bei der EZB angesiedelte Behörde Mitte 2014 starten.

Pleite künftig „Privatsache“ von Banken

Die EU-Finanzminister hatten gestern Früh das lange Tauziehen um europaweit einheitliche Regeln für Bankenpleiten mit einer Einigung beendet. Neben Aktionären und Gläubigern sollen demnach bei sich abzeichnenden Krisenfällen auch Großsparer zur Kasse gebeten werden. Die Absicht hinter der neuen Regelung, auf die gerade auch Österreich drängte, ist klar: Künftig sollen alle greifbaren Partner einer Bank für deren Rettung geradestehen - nur nicht der Staat und damit der Steuerzahler. Die Frage ist, ob dieses Wunschdenken der Realität standhält.

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