Zahl der Morde in Mexiko deutlich gesunken

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Die Zahl der Morde in Mexiko ist in den ersten vier Monaten des Jahres um 13,8 Prozent zurückgegangen. Allerdings nahmen die Entführungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31,4 Prozent zu, wie aus einer gestern veröffentlichten Studie der Beobachtungsstelle für Sicherheit, Gerechtigkeit und Recht hervorgeht.

Kritik an Erhebungsmethode

Durchschnittlich wurden von Jänner bis April 2013 in Mexiko täglich 52 Menschen vorsätzlich getötet. Im Vorjahreszeitraum lag der Durchschnitt bei 60 Morden. Für die Untersuchung wertete die Nichtregierungsorganisation Anzeigen bei der Polizei aus. Bei der Vorstellung der Ergebnisse gab der Direktor der Beobachtungsstelle, Francisco Rivas, allerdings zu bedenken, dass in einigen Bundesstaaten die Anzeigen nicht immer an die höheren Stellen weitergegeben würden.

In Mexiko tobt seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg. In den Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Kartellen und den Sicherheitsbehörden sind in den vergangenen sechs Jahren über 70.000 Menschen ums Leben gekommen.