Größte heimische Brustkrebsstudie in Beobachtungsphase

Jetzt geht es endgültig an die Beobachtung der gesamten beteiligten Patientinnengruppe und schließlich an die Auswertung der Daten: Die bisher größte österreichische Brustkrebsstudie hat ihre „Rekrutierungsphase“ - die Aufnahme von nunmehr insgesamt 3.425 Patientinnen - abgeschlossen.

Bei der Untersuchung der Österreichischen Studiengruppe für Brust- und Darmkrebs (ABCSG) geht es um die Klärung der Frage, ob eine neue Osteoporosetherapie auch eine Auswirkung auf das Mammakarzinom hat.

Dafür geeignete Patientinnen mit einem sogenannten hormonabhängigen Mammakarzinom erhalten nach dem möglichst schonenden chirurgischen Eingriff eine antihormonelle medikamentöse Therapie. Das führt aber auch zu einer Osteoporose-ähnlichen Schwächung der Knochen.

Einerseits soll das durch Arzneimittel wie die „Knochenhärter“ Bisphosphonate oder den monoklonalen Antikörper Denosumab ausgeglichen werden, andererseits gibt es viele Hinweise (auch aus ABCSG-Studien), dass die Osteoporose-Medikamente auch einen direkten Effekt zur Verhinderung Rückfällen bzw. zur Bildung von Knochenmetastasen haben.