Chef von mexikanischem Drogenkartell Los Zetas gefasst

Der Chef des mexikanischen Drogenkartells Los Zetas ist bei einem spektakulären Hubschraubereinsatz festgenommen worden. Der 40-jährige Miguel Angel Trevino alias Z-40 wurde nach Angaben des Innenministeriums gefasst, nachdem der Hubschrauber gestern auf einer Landstraße bei Nuevo Laredo im Nordosten des Landes vor seinem Wagen landete.

Bei dem Zugriff seien auch zwei weitere Verdächtige gefasst worden, hieß es. Bei den beiden anderen Festgenommenen soll es sich um einen Leibwächter und einen Finanzmanager des Kartells handeln. Es seien keine Schüsse gefallen, teilten die Sicherheitskräfte weiter mit. Demnach wurden zwei Millionen Dollar (gut 1,5 Mio. Euro) sowie acht Waffen und 500 Schuss Munition beschlagnahmt.

Sieben Millionen Dollar Prämie

Auf Hinweise für die Ergreifung Trevinos hatte das US-Außenministerium fünf Millionen Dollar als Prämie ausgesetzt, das mexikanische Militär weitere zwei Millionen Dollar.

Los Zetas gilt als das gewalttätigste Drogenkartell in Mexiko. Das Kartell wurde von Ex-Soldaten gegründet. Los Zetas soll unter anderem den Mord an 72 Einwanderern aus Zentralamerika zu verantworten haben, die im August 2010 mit gefesselten Händen auf einer Ranch im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas gefunden wurden. Los Zetas sollen auch für einen Brandanschlag verantwortlich sein, bei dem im August 2011 in Monterrey am helllichten Tag in einem Casino 52 Menschen ums Leben kamen.

Feinde geköpft und zerstückelt

Los Zetas brachte in den vergangenen Jahren große Teile des Nordens und des Ostens von Mexiko unter seine Kontrolle. Das Drogenkartell ist berüchtigt dafür, dass es seine Feinde köpft und zerstückelt. Seit der frühere Präsident Felipe Calderon bei seinem Amtsantritt im Dezember 2006 die Armee gegen die Drogenbanden einsetzte, wurden mehr als 70.000 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg getötet.

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