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Zwölf Prozent mehr im ersten Halbjahr

Die Asylanträge in Österreich sind im ersten Halbjahr 2013 deutlich gestiegen. Von Jänner bis Juni wurden 8.201 Anträge gestellt, das ist ein Anstieg von rund zwölf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (7.339), wie aus Daten des Innenministeriums hervorgeht.

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Diese Zunahme basiert demnach im Wesentlichen auf dem Anstieg bei den Asylanträgen von kosovarischen, marokkanischen, algerischen, nigerianischen, syrischen, pakistanischen und russischen Staatsangehörigen.

Deutlich mehr aus Syrien, Algerien, Kosovo

Die meisten Anträge kamen von Afghanen (1.291), die Zahl ging allerdings gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um 32 Prozent zurück. Es folgen Russland (1.284, plus neun Prozent) und Pakistan (629, plus 36 Prozent). Einen Anstieg von 69 Prozent gab es bei Anträgen aus dem bürgerkriegsgeschüttelten Syrien (611). Noch stärker war die Zunahme bei Anträgen aus Algerien mit 97 Prozent (575), am größten bei Anträgen aus dem Kosovo mit einem Plus von 182 Prozent (412 Anträge im ersten Halbjahr 2013).

Afghanen und Syrer am ehesten mit Chance

Die Chancen auf Asyl sind für bestimmte Staatsangehörige freilich gering: Nur drei Bürgern aus Algerien, sieben aus dem Kosovo und zehn aus Pakistan wurde im ersten Halbjahr Asyl gewährt. Anträge aus Afghanistan hingegen waren zu 47 Prozent erfolgreich, jene aus Russland immerhin zu 25 Prozent. Noch bessere Chancen haben Syrer, von ihnen waren 69 Prozent der Anträge erfolgreich.

Die meisten Asylanträge im ersten Halbjahr wurden im Juni gestellt, und zwar 1.746 - das entspricht einem Plus von 42 Prozent gegenüber Juni 2012. Zahlenmäßig die meisten Anträge kamen auch im Juni aus Afghanistan (253) und Russland (191). Anträge kosovarischer Staatsbürger sind mit 178 um ganze 790 Prozent gestiegen, jene von Marokkanern (95) um 631 Prozent.

Hauptsächlich Männer

Die Asylanträge im ersten Halbjahr wurden übrigens zu fast drei Vierteln (74 Prozent) von Männern und nur zu einem Viertel (26 Prozent) von Frauen gestellt.

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