Jazzsängerin Rita Reys mit 88 Jahren gestorben

Die niederländische Jazzsängerin Rita Reys ist tot. Die Musikerin, die „Europe’s First Lady of Jazz“ genannt wurde, starb mit 88 Jahren in der Nacht auf heute im Ort Breukelen nördlich von Utrecht, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf ihren Manager berichtete.

Reys stand mehr als 70 Jahre lang als professionelle Sängerin auf der Bühne. Geboren am 21. Dezember 1924 in Rotterdam, startete sie ihre Jazzkarriere mit ihrem ersten Ehemann Wessel Ilcken in den 1940er Jahren. Das „Rita Reys Sextet“ tourte durch ganz Europa.

Nach Wessel Ilckens Tod 1957 heiratete sie 1960 den Jazzpianisten Pim Jacobs, die beiden brachten das Album „Marriage in Modern Jazz“ heraus. Auf dem Jazzfestival von Juan-les-Pins erhielt sie 1960 den Beinamen „Europe’s First Lady of Jazz“, der ihr zeitlebens blieb. Mit Pim Jacobs trat sie jahrzehntelang bis zu dessen Tod 1996 auf.

Reys gewann 1991 den „Bird Award“ auf dem North Sea Jazz Festival für ihr Gesamtwerk. Mehrfach wurde sie mit dem niederländischen Edison Preis ausgezeichnet.