Iran gewährt Syrien Milliardenkredit für Ölprodukte

Der Iran räumt Syrien eine langfristige Kreditlinie im Volumen von 3,6 Milliarden Dollar (rund 2,7 Mrd. Euro) ein, die für den Kauf von Erdölprodukten genutzt werden kann. Eine entsprechende Vereinbarung sei von Vertretern beider Staaten unterzeichnet worden, wurde heute aus Regierungs- und Bankkreisen beider Staaten bekannt.

Milliarden für Assad

Im Grunde war das Geschäft bereits im Mai vereinbart worden. Der Iran unterstützt damit seinen Verbündeten, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Der Iran erhalte damit zugleich die Gelegenheit, sich an Investitionen in Syrien zu beteiligen.

Daneben soll eine Kreditlinie über eine Milliarde Dollar bei der Finanzierung von Tauschgeschäften zwischen beiden Staaten helfen. Dabei erhält Syrien Produkte zur Energieerzeugung und andere Güter. Im Gegenzug liefere es Textilien und landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Olivenöl und Zitrusfrüchte, hieß es in Handelskreisen.

Großer Mangel an Dieseltreibstoff

Wegen der Sanktionen der USA und der Europäischen Union herrscht in Syrien ein großer Mangel an Dieseltreibstoff für sein Militär und die Versorgung der Wirtschaft. Seit mehr als zwei Jahren kämpfen Rebellen für den Sturz Assads. Der Aufstand eskalierte zu einem Bürgerkrieg, dem bisher mehr als 100.000 Menschen zum Opfer fielen.