Südafrika erkennt Simbabwe-Wahl an

Die südafrikanische Regierung erkennt trotz internationaler Kritik den Wahlsieg von Robert Mugabe in Simbabwe an. Südafrikas Präsident Jacob Zuma forderte heute in Pretoria „alle politischen Parteien in Simbabwe auf, das Ergebnis der Wahlen zu akzeptieren“. Die Wahlbeobachter hätten berichtet, so Zuma, dass „das Wahlergebnis dem Willen des Volkes entspricht“.

Damit hat der 89-jährige Mugabe, der sein Land seit 1980 mit harter Hand regiert, Beobachtern zufolge einen wichtigen Schritt zur internationalen Anerkennung seines Wahlsieges erreicht. Das Nachbarland Südafrika hat wirtschaftlich und politisch traditionell den größten Einfluss in Simbabwe. Offizielle Wahlbeobachter hatte Mugabe nur von der Afrikanischen Union (AU) und der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) zugelassen.

Internationaler Zweifel an Wahlsieg

Dagegen wurde am Wochenende die internationale Kritik an den Wahlen immer größer. Das Wahlergebnis entspreche nicht dem Wählerwillen, meinte US-Außenminister John Kerry in Washington. Bei den Wahlen und den Vorbereitungen dazu habe es Unregelmäßigkeiten gegeben. Auch die Vereinten Nationen (UNO) und die EU zeigen sich besorgt.