US-Drohne tötet vier mutmaßliche Extremisten im Jemen

Eine US-Drohne hat im Zentraljemen vier mutmaßliche Extremisten mit Verbindung zum Terrornetz Al-Kaida getötet. Die von dem unbemannten Flugkörper abgeschossene Rakete traf das Fahrzeug der vier Männer in der Provinz Marib, das danach völlig ausbrannte, berichtete das jemenitische Webportal Mareb Press heute.

Nach einer Terrorwarnung hatten die USA, Deutschland und andere westliche Länder ihre diplomatischen Vertretungen im Jemen geschlossen. Die Hauptstadt Sanaa liegt etwa 200 Kilometer vom Schauplatz der Drohnenattacke entfernt. In der zentralen Provinz Marib sowie im Süden und Osten des Landes sind Kampfverbände der jemenitischen Al-Kaida aktiv.

Deutsche Botschaft im Jemen bleibt geschlossen

Die deutsche Botschaft im Jemen bleibt wegen Anschlagsgefahr auf unbestimmte Zeit geschlossen. Das habe der deutsche Außenminister Guido Westerwelle in Abstimmung mit wichtigen Partnern verfügt, teilte das Auswärtige Amt heute in Berlin mit. Grund sei eine weiterhin kritische Einschätzung der Sicherheitslage.

Auch Norwegen riegelt Botschaften ab

Nach den US-Warnungen vor Terroranschlägen verstärkte auch Norwegen die Sicherheitsmaßnahmen in zahlreichen Botschaften. Die Vertretungen in Saudi-Arabien und Jordanien seien für die Öffentlichkeit gesperrt worden, teilte das Außenministerium gestern mit. Die Einrichtungen in Riad und Amman seien aber nicht geschlossen. „Wir arbeiten weiter und beantworten Telefonate und Briefe“, sagte ein Ministeriumssprecher laut AFP.

Belgien verstärkt Kontrollen

Keine Botschaftsschließungen, aber verstärkte Vorsichtsmaßnahmen gibt es nach Angaben von Innenministerin Joelle Milquet in Belgien. Demnach werden derzeit an besonders gefährdeten Orten mehr Polizisten eingesetzt - zudem gibt es mehr Kontrollen.